Perfekte Zustände: ironische Überbestätigung oder pure Realität?

Die weißensee kunsthochschule berlin präsentiert zum Ende des Sommersemesters 50 neue Abschlussarbeiten aus der Bildhauerei und Malerei. Zu sehen sind aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen der Gegenwartskunst:

Die vielschichtigen Werke nutzen Bild, Text, Sound und digitale Daten als Experimentierfeld, um Mediengrenzen und Wirklichkeitsebenen aufzuheben und handwerkliche Materialien und Techniken auf die Probe zu stellen. Den Zeitgeist ebenso wie grundsätzliche künstlerische Herausforderungen aufgreifend, sprechen die Arbeiten die Sinne und den Körper an, reflektieren Wechselwirkungen von technologischer Entwicklung und Kunstproduktion, nehmen bildhafte Elemente des Alltags unter die Lupe und befragen kollektive Mechanismen, Systeme und Organisationen. So dehnen sie sich selber auf den Bereich des Gesellschaftlichen aus und formulieren spielerisch neue Umgangsformen im Spannungsfeld von Individualität und Gemeinschaft.

Auf 5 Stockwerken sind 50 autonome künstlerische Positionen zu sehen, die ungewöhnliche Sichtweisen auf reale Bedingungen unserer Welt, den Umgang mit Biografie und Geschichte, unser Zusammenleben und die Schnittstellen des Analogen und Digitalen eröffnen – perfekte Zustände!

Kuration
Birgit Effinger
Michaela Richter

Perfect Conditions: Ironic overconfidence or raw reality?

Berlin’s Weißensee School of Art presents 50 new degree works from the sculpture and painting departments. The works on view showcase current developments and investigate the state of contemporary art:

Multi-layered works use imagery, text, sound, and digital data as a field for experimentation, transgressing both the boundaries of their medium and perceptions of reality, and testing the utility of artistic craft and techniques. Relating to the zeitgeist and to the essential challenges of art-making, these works speak to the senses, reflect how developments in technology and art interact, investigate the imagery that surrounds us, and question the systems that form our collective order. Playfully shaping new ways of addressing the relationship between the individual and society, they expand into social space.

Five floors hold 50 autonomous artistic perspectives, opening up unusual perspectives on biographical, historical and social conditions of the world, and probing how analog and digital spheres coincide – perfect conditions.

Curated by
Birgit Effinger
Michaela Richter